Christoph Degen
Hessen

Pressemitteilung:

26. Mai 2015

Fluglärm wird nur umverteilt – Degen kritisiert Lärmpausenmodell

Welche Auswirkungen haben die geplanten Lärmpausen auf die Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis? Diese Frage stellte der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Degen in einer kleinen Anfrage an die Hessische Landesregierung.

Eins zeichne sich dabei für den Landtagsabgeordneten deutlich ab: „Der Fluglärm wird einfach nur verschoben, er wird aber nicht weniger.“ So entnimmt Degen der Antwort des Ministers für Verkehr, Tarek Al-Wazir, dass gerade das Gebiet rund um Hanau eher belastet, als entlastet werde. „Erlensee, Hasselroth und Hanau müssen nach dem angewandten Lärmpausenmodell besonders in den Morgenstunden mit einer Lärmzunahme rechnen. Hanau wird dann auch noch abends wieder stärker vom Lärm betroffen sein.“

Zudem sei das angewandte Modell, das in den Stunden von 22 bis 23 Uhr sowie von 5 bis 6 Uhr erprobt wird, bereits von der DFS Deutschen Flugsicherung als weniger stabil eingestuft worden. So könne es sein, dass es aus betrieblichen Gründen in manchen Nächten nicht angewandt werden könnte. Im Betrieb werde es nämlich auch weiterhin der individuellen Einschätzung der Lotsen überlassen ob das entsprechende Modell dann angewandt wird.

„Das Lärmpausenmodell bedeutet schlichtweg eine Verlagerung der Lärmbetroffenheit. Für manche Regionen mag es zwar eine zeitweise Lärmentlastung darstellen, doch der Lärm wird nicht reduziert. Die Bürgerinnen und Bürger im Main-Kinzig-Kreis werden im Gegenteil noch mit zusätzlichem Lärm belastet“, interpretiert Degen die Antwort auf seine Anfrage. Das Lärmpausenmodell sei nämlich nur auf die unmittelbaren Anrainer des Flughafens ausgelegt, nicht aber für das gesamte Rhein-Main-Gebiet.


Christoph Degen

Sitemap