Christoph Degen
Hessen

Pressemitteilung:

16. März 2015
Kinderarmut

Christoph Degen: Schule muss die unterschiedlichen Voraussetzungen und Probleme von Kindern stärker ausgleichen

Die aktuelle Bertelsmann-Studie „Der Einfluss von Armut auf die Entwicklung von Kindern“ zeigt dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Christoph Degen zufolge, dass Bildungspolitik viel stärker vom Kind her gedacht werden müsse und präventive Strategien dringend erforderlich seien. „Kinderarmut muss stärker in den Fokus der Bildungspolitik rücken“, so der SDPD-Politiker am Montag in Wiesbaden.

Der Studie zufolge, in der Schuleingangsuntersuchungen analysiert wurden, sind armutsgefährdete Kinder schon bei Schuleintritt benachteiligt. Sie hinken sprachlich hinterher, haben mehr Probleme im Umgang mit Zahlen, konzentrieren sich schlechter und haben mehr koordinatorische und motorische Defizite als nicht-armutsgefährdete Kinder. „Kinder aus armen Familien sind aber nicht nur im vorschulischen Bereich, sondern auch nach dem Schuleintritt im Bildungssystem benachteiligt“, so Degen. Schule müsse daher die unterschiedlichen Voraussetzungen und Probleme von Kindern stärker berücksichtigen und stärker ausgleichen.

Die SPD-Fraktion speise dies in den Bildungsgipfel der Landesregierung und die Enquetekommission Bildung des Landtags immer wieder ein und werde die Ergebnisse von Gipfel und Enquete für die Weiterentwicklung des Bildungssystems berücksichtigen. „Es muss sich etwas tun, wenn wir die Bildungschancen von Kindern effektiv verbessern wollen.“ Dass ein früher Kita-Besuch die negativen Folgen von Kinderarmut verringern könne, vor allem wenn die Kita-Gruppen sozial gemischt sind, sei eine richtige Schlussfolgerung. Eine besondere Unterstützung in der Schule und die Zusammenarbeit von Schulen mit sozialen Diensten, Sport- und Kulturvereinen vor Ort sei eine weitere wichtige Komponente, um die Benachteiligung zu verringern. Als ein wesentliches Instrument zum Abbau von Chancenungleichheit sieht Degen neben Schulsozialarbeit und mehr individueller Förderung deshalb insbesondere den Ausbau echter Ganztagsschulen.

Christoph Degen

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