Christoph Degen
Hessen

Pressemitteilung:

02. September 2014

Nach quantitativem Ausbau folgt qualitative Weiterentwicklung – Degen zum Bürgermeistergespräch in Hammersbach

Erziehung und Bildung sind wichtige Aufgaben für eine Kommune, darüber waren sich die beiden Politiker einig. Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan, den die Gemeinde verfolge, sei daher der richtige Weg. „Nach dem wir die Kinderbetreuung quantitativ ausgebaut haben, müssen wir nun auch sehen, dass die Qualität der Betreuung auch in Zukunft gewährleistet und auch weiterentwickelt wird“, sagte Bürgermeister Göllner. Hammersbach habe in den letzten Jahren enorme Kraftanstrengungen unternommen, um das U3-Angebot aufzubauen. Im Vergleich zu 2008 haben sich die Vollzeitstellen in den Kitas um 30 Prozent erhöht. „Neben ausreichend Kita- und Hortplätzen brauchen wird eine hohe Qualität in den Einrichtungen“, bestätigte Degen. Nur so könne über die bloße Betreuung hinaus allen Kindern Bildung von Anfang an ermöglicht werden. Leider fehle es zur Umsetzung stets an finanziellen Mitteln. „Die Landesregierung lässt die Kommunen hierbei im Regen stehen und saniert lieber ihren Haushalt auf deren Kosten, statt sie angemessen zu unterstützen“, bedauerte Degen. Denn nur ein Bruchteil sei durch Gebühren und Landeszuschüsse gedeckt. Die Kinderbetreuung müsse aber bezahlbar bleiben, für die Eltern und für die Kommunen. Zudem seien nicht nur in Hammersbach Investitionen nötig, um den Substanzerhalt zu sichern und die Kitas heutigen Standards, beispielsweise beim Schallschutz, anzupassen. Neben guten Möglichkeiten für die Kinder wolle man schließlich auch dem Personal gute Arbeitsplätze anbieten. „Die Kommunen haben in den letzten Jahren eine komplett neue Aufgabe übernommen die natürlich auch viel Geld kostet. Dabei haben wir noch nicht mal die Steuereinnahmen des Jahres 2008 erreicht. Statt dies anzuerkennen und endlich für eine angemessene Finanzausstattung zu sorgen, beschimpft uns der Hessische Innenminister noch und zwingt uns dazu, die Grundsteuern drastisch zu erhöhen,“ macht der Hammersbacher Bürgermeister die Lage von fast allen Hessischen Kommunen deutlich.

Bei der Dorfentwicklung habe die Gemeinde einige Erfolge zu verzeichnen. Im Zusammenhang mit dem Bau der Seniorendependance soll das das Martin-Luther-Haus zu einer Begegnungsstätte werden. Damit soll der Ortskern Marköbels weiter belebt werden, so der Bürgermeister.
„In Langenbergheim gehen die Arbeiten am Gewerbegebiet Hammersbach/Limeshain/Büdingen wie geplant voran“, konnte Göllner berichten. Die Kooperation der Kommunen werde hier immer wichtiger, auch um Steuergelder möglichst effizient einzusetzen. Auch Degen lobte die interkommunale Zusammenarbeit: „Ein Miteinander bringt die Gemeinden oft weiter, als ein Gegeneinander.“

Auch das Thema Asylbewerber wurde beim Bürgermeistergespräch eingegangen. In Hammersbach wohnen derzeit 25 Asylbewerber. Das Aufnahmesoll sei somit erfüllt. „Neben dem Engagement meiner Mitarbeiter bin ich stolz darauf, dass es einen Kreis von Privatleuten und aus den Kirchengemeinden gibt, die diese Menschen ehrenamtlich betreut“, berichtete Göllner. Um den neuen Mitbürgern das Ankommen und Zurechtfinden zu erleichtern wurden Wohnungen gestrichen, Mobiliar organisiert und Fahrdienste angeboten. Degen zeigte sich erfreut, dass es im Hammersbach viele Menschen gebe, die sich der Asylbewerber annehme und diese unterstützen. „Trotz all des Engagements zeigt sich auch hier, dass die Kommunen vom Land zu wenig finanzielle Unterstützung bekommen und auf vielen Kosten sitzen bleiben“, bedauerte der Abgeordnete. Auch die Bereitstellung der benötigten Wohnfläche werde immer schwieriger. Da auch zukünftig mit einer weiteren Aufnahme von Asylbewerbern gerechnet werden müsse, sei die Gemeinde auch weiterhin auf der Suche nach Wohnraum. Hammersbacher, die freistehende Wohnungen haben, werden daher gebeten sich im Rathaus zu melden.

Christoph Degen

Sitemap