Christoph Degen
Hessen

Position:

18. Juni 2014
Standpunkt

Leider kein Schulobst für Hessen

Gelnhäuser Tageblatt

Ende Mai wurde eine erschreckende Studie veröffentlicht. Diese besagt, dass fast ein Drittel der Weltbevölkerung übergewichtig oder fettleibig ist. Deutschland ist da keine Ausnahme. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass auch immer mehr Kinder und Jugendliche von Übergewicht oder Fettleibigkeit betroffen sind. Adipositas im Kindesalter kann ernsthafte Gesundheitsschänden verursachen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und viele Krebsformen. Von den Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist der Studie zufolge etwa jeder fünfte übergewichtig und sogar fast jeder zwanzigste fettleibig.

Oftmals rührt das Übergewicht von einer falschen Ernährungsweise und zu wenig Bewegung her. Daher ist eine gesundheitliche Erziehung besonders wichtig. Mit einem Schulobstprogramm will die EU dazu beitragen, dass Kinder im Grundschulalter verschiedene Obst- und Gemüsesorten kennen- und schätzen lernen. So könnten viele Schüler an unseren Schulen in den Genuss gesunder Ernährung kommen und vor allem frühzeitig lernen, dass ausgewogenes Essen mit viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan besonders wichtig ist. Doch leider beteiligt sich das Land Hessen nicht an dieser Aktion, so die Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage, dich gestellt hatte.
Natürlich kann man die Verantwortung für eine gesunde Ernährung nicht allein an die Schule delegieren. Alle, besonders die Eltern, müssen hier eine Vorbildfunktion einnehmen. Allerdings ist die Schule der einzige Ort, an dem alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können. Diese Chance, junge Menschen zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil zu befähigen, sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Christoph Degen

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