Christoph Degen
Hessen

Pressemitteilung:

08. April 2014
G9-Abstimmung

Christoph Degen: Schulfrieden durch G9-Abstimmung massiv gefährdet – SPD sieht sich durch jüngste Berichte bestätigt

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Christoph Degen hat den neuerlichen Ärger in einem aktuellen Bericht auf hr-online über die Absage von G9-Abstimmungen an Kasseler Gymnasien als „vorhersehbar“ bezeichnet. „Unsere Befürchtungen werden leider bestätigt. Es wird nun deutlich, dass sich Schulen aus verschiedenen nachvollziehbaren Gründen erst gar nicht trauen, ihre Eltern abstimmen zu lassen. Sei es aus Angst vor Querelen oder aufgrund der Tatsache, dass es vielen Schulen durch die Höhe der Hürde, die eine 100prozentige Zustimmung der Elternschaft vorsieht, nicht gelingen wird. Hier geht es längst nicht mehr um den Elternwillen, sondern nur darum, möglichst viel Verantwortung von der Landesregierung auf die Schulen zu verlagern. Der angekündigte Schulfriede ist leider nur noch eine Farce und der Fehlstart von Schwarz-Grün in der Bildungspolitik perfekt“, sagte Degen am Dienstag in Wiesbaden.

Es bewahrheite sich, dass die Zauberformel Wahlfreiheit kein Patentrezept für Schulfrieden sei. Die Idee, dass eine anonyme Befragung vor Mobbing schütze, sei ein Holzweg und erweise sich als grundfalsch. „Die CDU, die den G8-Murks im Alleingang eingeführt hat, begeht nun mit Hilfe der Grünen in der Bildungspolitik einen zweiten Kardinalfehler. Die vermeintliche Wahlfreiheit existiert nicht – die Situation in Kassel ist der beste Beweis. Das ganze Rückkehrmodell muss überdacht werden. Die SPD ist auch weiterhin der Ansicht, dass man - wie in Niedersachsen – komplett zu G9 zurückkehren sollte und individuelle Lösungen für die, die unbedingt bei G8 bleiben wollen, suchen muss“, so der SPD-Bildungsexperte.

Christoph Degen

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